Vietnamesische Sommerrollen mit Garnelen und Kräutern

Frische Sommerrollen mit knackigem Gemüse und Garnelen, perfekt für ein leichtes Sommerrollen Rezept original. Dazu eine Dip-Schale mit Sesam.

Geschrieben von

Jenny Körner

Veröffentlicht am

27. Mai 2026

Inhaltsverzeichnis

Knusprig frische Kräuter, zarte Garnelen, Reisnudeln und ein weiches Reispapier machen vietnamesische Sommerrollen zu einem leichten Gericht mit erstaunlich viel Geschmack. Ich zeige dir ein authentisches Sommerrollen-Rezept nach dem Vorbild von Gỏi cuốn, erkläre die richtige Füllung, das Rollen ohne Reißen und zwei passende Dips.

So gelingen vietnamesische Sommerrollen zuverlässig

  • Originalstil: Gỏi cuốn werden frisch und ungebraten mit Reispapier, Kräutern, Reisnudeln, Schweinefleisch und Garnelen zubereitet.
  • Zeit: Für 8 Rollen brauchst du etwa 45 Minuten.
  • Reispapier: Nur kurz in lauwarmes Wasser tauchen, da es auf dem Brett noch weich wird.
  • Geschmack: Frische Kräuter sind wichtiger als eine möglichst große Füllmenge.
  • Dip: Erdnuss-Hoisin-Sauce passt besonders gut, Nuoc Cham schmeckt leichter und säuerlicher.

Frische Sommerrollen mit Garnelen und Gemüse, dazu eine Dip-Sauce. Ein perfektes Sommerrollen Rezept original für heiße Tage.

Was ein authentisches Sommerrollen-Rezept ausmacht

In Vietnam heißen die frischen Rollen meist Gỏi cuốn. Sie werden nicht frittiert, sondern mit feuchten Reispapierblättern um eine frische Füllung gewickelt. Genau darin liegt der Unterschied zu den knusprigen Frühlingsrollen, die in heißem Öl gegart werden.

Eine einzige, überall verbindliche Originalfüllung gibt es nicht. Je nach Region und Familie kommen Garnelen, Schweinefleisch, Huhn, Tofu oder nur Gemüse hinein. Für meine klassische Variante kombiniere ich Garnelen, dünn geschnittenes Schweinefleisch, Reisnudeln und viele Kräuter. Diese Mischung bringt Saftigkeit, Biss und das typische vietnamesische Aroma zusammen.

Die Zutaten für 4 Personen

  • 8 runde Reispapierblätter, idealerweise mit einem Durchmesser von etwa 22 cm
  • 120 g Reisnudeln oder dünne Reisvermicelli
  • 200 g Schweinebauch oder mageres Schweinefilet
  • 200 g gekochte, geschälte Garnelen
  • 1 kleine Karotte
  • ½ Salatgurke
  • 8 Blätter Romanasalat oder grüner Blattsalat
  • 1 Handvoll Minze
  • 1 Handvoll Koriandergrün
  • einige Blätter Thai-Basilikum, falls erhältlich
  • 1 kleine rote Chilischote nach Geschmack

Thai-Basilikum ist kein Muss, aber es bringt eine leicht anisartige Note mit, die den Rollen viel mehr Tiefe gibt als getrocknete Gewürze. Bei den Kräutern würde ich nicht sparen. Sie sind kein dekoratives Beiwerk, sondern der geschmackliche Mittelpunkt des Gerichts.

Die Füllung richtig vorbereiten

Die Reisnudeln nach Packungsangabe garen, meist dauert das nur 3 bis 5 Minuten. Danach kalt abspülen und sehr gut abtropfen lassen. Zu feuchte Nudeln machen das Reispapier schnell klebrig und erschweren das Rollen.

Das Schweinefleisch in leicht gesalzenem Wasser gar ziehen lassen. Je nach Stück dauert das ungefähr 20 bis 25 Minuten. Anschließend abkühlen lassen und quer zur Faser in möglichst dünne Scheiben schneiden. Die Garnelen nur so lange garen, bis sie rosa und gerade eben fest sind, meist reichen 2 bis 3 Minuten in siedendem Wasser.

Karotte und Gurke in feine Stifte schneiden. Salatblätter halbieren, Kräuter zupfen und alles in kleinen Schalen bereitstellen. Diese Vorbereitung wirkt zunächst etwas aufwendig, spart beim Wickeln aber viel Zeit. Ich lege die Zutaten gern in der Reihenfolge aus, in der sie später auf das Reispapier kommen.

Die richtige Reihenfolge der Füllung

  1. Salat als schützende Unterlage
  2. Reisnudeln in einer schmalen Linie
  3. Karotte, Gurke und Kräuter
  4. Schweinefleisch in dünnen Scheiben
  5. Garnelen zum Schluss

Die Garnelen kannst du mit der Schnittfläche nach oben kurz vor dem Aufrollen positionieren. So werden sie außen sichtbar und die Rollen sehen besonders sauber aus. Entscheidend ist jedoch nicht die Optik, sondern die Menge. Eine kleine, kompakte Füllung hält besser als eine überladene Rolle.

Reispapier weich machen und Sommerrollen wickeln

Fülle einen großen, flachen Teller mit lauwarmem Wasser. Tauche jeweils nur ein Reispapierblatt für etwa 2 bis 5 Sekunden ein und lege es auf ein sauberes, leicht angefeuchtetes Brett oder einen Teller. Es darf sich zu diesem Zeitpunkt noch etwas fest anfühlen, denn das Papier wird während der nächsten 30 bis 60 Sekunden weiter weich.

Verteile die Füllung im unteren Drittel des Blattes. Lasse an den Seiten ungefähr 3 cm Platz. Klappe zuerst den unteren Rand über die Füllung, schlage danach beide Seiten nach innen und rolle die Sommerrolle mit sanftem, gleichmäßigem Druck nach oben. Das Papier sollte straff sitzen, aber nicht gedehnt werden.

Wird das Reispapier klebrig oder reißt es sofort, lag es meist zu lange im Wasser. Ist es dagegen noch spröde, war die Einweichzeit zu kurz. Ich empfehle, die ersten zwei Rollen als Probestücke zu betrachten. Danach bekommt man schnell ein Gefühl dafür, wie weich das jeweilige Reispapier wirklich werden muss.

Die häufigsten Fehler beim Wickeln

  • Zu viel Füllung: Die Rolle platzt an den Seiten auf oder lässt sich nicht schließen.
  • Zu nasse Zutaten: Das Papier wird weich und rutscht auseinander.
  • Zu langes Einweichen: Das Reispapier klebt am Brett fest.
  • Zu wenig Spannung: Die Rolle bleibt locker und fällt beim Dippen auseinander.
  • Zu trockene Arbeitsfläche: Das Papier haftet zu stark und reißt beim Anheben.

Fertige Rollen sollten mit etwas Abstand auf einer Platte liegen. Berühren sie sich direkt, kleben sie oft aneinander. Ein leicht feuchtes Küchentuch darüber verhindert das Austrocknen, ohne die Oberfläche völlig aufzuweichen.

Welche Sauce am besten dazu passt

Eine vietnamesische Sommerrolle lebt vom Kontrast zwischen frischer Füllung und kräftigem Dip. Besonders beliebt ist eine cremige Erdnuss-Hoisin-Sauce. Wer es leichter und säuerlicher mag, nimmt Nuoc Cham, eine Mischung aus Fischsauce, Limette, Zucker, Wasser, Knoblauch und Chili.

Cremige Erdnuss-Hoisin-Sauce

  • 3 EL Hoisin-Sauce
  • 2 EL Erdnussmus oder cremige Erdnussbutter
  • 1 kleine Knoblauchzehe, fein gerieben
  • 80 bis 100 ml warmes Wasser
  • 1 TL Limettensaft
  • Chili nach Geschmack

Alle Zutaten glatt verrühren und die Sauce kurz stehen lassen. Sie dickt leicht nach. Falls sie zu fest wird, rührst du einfach noch einen Esslöffel Wasser unter. Die Sauce sollte würzig, aber nicht so salzig sein, dass sie die Kräuter überdeckt.

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Leichter Nuoc-Cham-Dip

  • 2 EL Fischsauce
  • 2 EL Limettensaft
  • 3 EL Wasser
  • 2 TL Zucker
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • ½ rote Chilischote

Zucker im Wasser auflösen und anschließend Fischsauce, Limettensaft, Knoblauch und Chili einrühren. Für eine vegetarische Variante kannst du die Fischsauce durch helle Sojasauce oder eine vegane Fischsaucen-Alternative ersetzen. Dann schmeckt der Dip etwas anders, bleibt aber angenehm frisch.

Originalgetreu oder modern gefüllt

Avocado, Frischkäse, Mango und gebratener Lachs passen durchaus in kreative Sommerrollen. Sie gehören jedoch nicht zur klassischen vietnamesischen Grundidee. Wenn dir der authentische Charakter wichtig ist, sollten Reispapier, Reisnudeln, Kräuter und ein würziger Dip die Basis bleiben.

Variante Füllung Geschmack
Klassisch Schweinefleisch, Garnelen, Reisnudeln, Kräuter Herzhaft, frisch und ausgewogen
Vegetarisch Tofu, Pilze, Gurke, Karotte und Kräuter Leicht, aromatisch und bissfest
Vegan Gebratener Tofu, Avocado, Salat und Reisnudeln Cremig, mild und kräuterreich
Sommerlich modern Mango, Gurke, Garnelen und Minze Fruchtig, saftig und etwas süßer

Tofu sollte vor dem Rollen kräftig angebraten und anschließend abgekühlt werden. Direkt aus der Pfanne würde er das Reispapier erwärmen und weich machen. Bei veganen Rollen ersetzt du die Fischsauce im Dip, nicht aber die Säure. Limette sorgt dafür, dass die Füllung trotz milder Zutaten lebendig schmeckt.

Servieren, aufbewahren und vorbereiten

Sommerrollen schmecken am besten, wenn sie innerhalb von 30 Minuten nach dem Wickeln serviert werden. Schneide sie bei Bedarf mit einem scharfen, leicht angefeuchteten Messer schräg durch. Zum Dippen eignet sich ein kleines Schälchen pro Person besser als eine große gemeinsame Schale.

Für eine kurze Vorbereitung kannst du die Zutaten einige Stunden vorher schneiden und getrennt kühl lagern. Die Rollen selbst würde ich erst kurz vor dem Essen wickeln. Im Kühlschrank wird Reispapier schnell fest und trocken, während die Kräuter an Aroma verlieren.

Falls etwas übrig bleibt, legst du die Rollen mit Abstand auf einen Teller und deckst sie mit einem leicht feuchten Tuch ab. So halten sie sich ungefähr 2 Stunden in guter Qualität. Für den nächsten Tag sind sie nicht ideal, weil die Textur deutlich nachlässt.

Der kleine Unterschied, der große Wirkung hat

Bei diesem Gericht entscheidet nicht die exotischste Zutat über das Ergebnis, sondern die Balance. Frische Kräuter, dünn geschnittene Zutaten, knapp eingeweichtes Reispapier und ein gut abgeschmeckter Dip machen aus einfachen Komponenten eine überzeugende Mahlzeit.

Mein wichtigster Tipp lautet deshalb, die Rollen nicht zu voll zu packen und die Kräuter sichtbar großzügig einzusetzen. So bleiben sie stabil, lassen sich sauber dippen und schmecken tatsächlich nach vietnamesischer Küche statt nur nach Gemüse im Reispapier.

Häufig gestellte Fragen

Für die klassische Variante werden Reispapier, Reisnudeln, Garnelen, dünn geschnittenes Schweinefleisch, Karotte, Gurke, Salat und reichlich Minze, Koriander sowie optional Thai-Basilikum verwendet. Die Kräuter prägen den Geschmack besonders stark.

Tauche jedes Blatt etwa 2 bis 5 Sekunden in lauwarmes Wasser. Es darf danach noch leicht fest sein, da es auf dem Brett innerhalb von 30 bis 60 Sekunden weiter weich wird.

Verwende eine kleine, kompakte Füllung und lasse an den Seiten etwa 3 cm Platz. Lege das Reispapier auf ein leicht angefeuchtetes Brett, klappe zuerst den unteren Rand und dann die Seiten ein, bevor du die Rolle mit sanftem Druck schließt.

Eine cremige Erdnuss-Hoisin-Sauce passt besonders gut. Als leichtere, säuerliche Alternative eignet sich Nuoc Cham aus Fischsauce, Limettensaft, Wasser, Zucker, Knoblauch und Chili; vegetarisch lässt sich die Fischsauce ersetzen.

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Jenny Körner

Jenny Körner

Ich bin Jenny Körner und seit nunmehr 11 Jahren tauche ich leidenschaftlich in die Welt der internationalen Küche ein. Meine Reise begann mit einer tiefen Faszination für die Vielfalt der Gewürze und Getränke, die ferne Länder und Kulturen miteinander verbinden. Auf adria-seckenheim.de teile ich meine Entdeckungen und Erfahrungen, um Ihnen die Zubereitung authentischer Gerichte aus aller Welt näherzubringen. Dabei lege ich großen Wert darauf, komplexe Themen verständlich aufzubereiten und Ihnen stets fundierte, nachvollziehbare Informationen zu liefern. Mein Ziel ist es, Ihnen mit nützlichen und gut recherchierten Beiträgen zu helfen, Ihre kulinarischen Horizonte zu erweitern.

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